Mate Novum - 2020 - 250 ml

Ab Mitte November 2020 lieferbar.

 

Aleksandra Vékic, eine starke Frau der Qualitätsolivenölszene, war dieses Jahr besonders früh dran. Dabei ist es vielleicht nicht unwesentlich, zu erwähnen, dass Istrien zu den nördlichsten Olivenanbauzonen überhaupt gehört. Nördlicher sind eigentlich nur noch die Anbaugebiete rund um den Gardasee, im Speziellen natürlich Trentino-Alto Adige. Und im Norden reifen die Oliven ja prinzipiell etwas später. Deshalb sind frühe Ernten schwierig und vor allen Dingen teuer.

 

Eine sehr frühe Ernte der Oliven kann je nachdem leicht- bis mittelfruchtige Olivenöle ergeben, die aber je nach Sorte trotzdem eine deutliche Schärfe und auch Bitterkeit haben. Die Frucht hat ihre Aromen nämlich in frühen Stadien noch nicht voll ausgebildet, bündelt aber ein Sammelsurium von stark wirksamen sekundären Pflanzenstoffen. Novelli-Olivenöle haben oftmals diese Eigenheit. Sie sind in der Tat äusserst schwierig, zu produzieren. Trotzdem oder auch gerade deswegen sind Novelli so beliebt. Sie gehören zum Saison-Opening, sind entsprechend auf den Tischen vieler Liebhaber zu finden, welche die Öle meistens eiligst aufbrauchen - denn nach den "neuen Ölen" kommen dann die Flaggschiffe der namhaften Häuser, die in der Regel auch aus recht früh geernteten Oliven resultieren.

 

Mate Novum verwöhnt die diesjährigen Besteller mit einem zurückhaltend fruchtigen Olivenöl, das wunderbar grün glänzt und so manchen Nicht-Kenner davon zu überzeugen vermag, sich künftig nur noch echten Extra Vergines hinzugeben. 

 

Niedrige Ausbeute für frühe Novelli

Es darf an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben, dass Mate Novum ein im wahrsten Sinne des Wortes äusserst kostbares Elixier ist. Die Leccino-Olive, die Aleksandra Vékic für Novum verarbeiten liess, ergab nämlich nur gerade sechs Prozent Ertrag. Oder mit anderen Worten: Mit 100 kg Oliven liessen sich nur gerade sechs Kilogramm Olivenöl produzieren. Das ist für den Produzenten ein aus ökonomischer Sicht in aller Regel schreckliches Resultat. Weil in Istrien das alleinige Von-den-Bäumen-Pflücken von 100 kg grüner Oliven gut und gerne 40 Euro und mehr kostet, hat manch einer schnell begriffen, dass die daraus resultierenden Öle preislich gar nie billig sein können. Zu den den weiteren Kosten zählen nämlich die Pflanzung und ökologisch zertifizierte Bewirtschaftung der Olivenbäume, wobei man hier erstens miteinrechnen muss, dass diese in den ersten Jahren keinen wesentlichen Fruchtbehang haben und somit keinen Ertrag abwerfen und zweitens, dass man dafür Maschinen und Geräte anschaffen muss, die entsprechend gewartet werden müssen; die Verarbeitung in der Mühle, was in diesem Fall die kostenintensive Anschaffung einer leistungsfähigen Anlage voraussetzt, die natürlich stets gewartet und während der Mahlkampagne täglich bis in die Einzelteile gereinigt werden muss; die Anschaffung, der Betrieb und der Unterhalt von Lagertanks; die Anschaffung, der Betrieb und der Unterhalt einer Abfüll- und Etikettierungsanlage; die externen Kosten für Labor, Analysen, Zertifizierungen, Bewilligungen, Abgaben und Steuern.

 

Wenn ein Liter Mate Novum, abgefüllt in Viertelliterflaschen, also 100 Franken kostet, hat das seinen Ursprung in einer tatsächlich äusserst kostspieligen Produktion.

Mate Novum - 2020 - 250 ml

Artikelnummer: 453.20
CHF 24.90Preis
CHF 9.96 pro 100 Milliliter
  • OLIVENBAUER

    Aleksandra Vékic

    OLIVENMÜLLNER

    Gian Luca Grandis

    KLASSIFIZIERUNG

    Premium Olivenöl Extra Vergine

    HERKUNFT

    Kroatien – Istrien, Umag

    ANBAUART

    Bio

    JAHRGANG

    2020

    OLIVENSORTE

    50 % Leccino, 35 % Frantoio; 15 % Pendolino

    KATEGORIE

    Zugängliche Olivenöle; Novello

    FRUCHTIGKEIT

    Mittel

    BITTERKEIT

    Mittel

    SCHÄRFE

    Mittel

    PASST ZU

    • Weissbrot
    • gedämpftem Chicorée
    • Crudi di Mare
    • Pasta

    LAGEREMPFEHLUNG

    12-18° C