Für die Schweiz bestimmtes Olivenöl im Wert von 500'000 Euro in Apulien entwendet
- vor 3 Tagen
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Solche Olivenöl-Ereignisse mit Schweizer Bezug verdienen es, dass darüber auch in der Schweiz berichtet wird. In Apulien wurde in den vergangenen Tagen ein bemerkenswerter Betrugsfall publik, bei dem eine grosse Lieferung abgefüllten Olivenöls – aufgeteilt in drei Warenkategorien und bestimmt für die Schweiz – nie am Ziel angekommen ist. Die Deliktsumme soll rund 500'000 Euro betragen. Nicht klar ist allerdings, ob es sich bei diesem in den italienischen Medien kolportierten Betrag um den Verkaufswert, den illegal erzielten Gewinn oder den Einkaufswert der Ware handelt.
Laut übereinstimmenden Berichten verschafften sich die Täter durch den Missbrauch der Identität des für die Abholung vorgesehenen Transportunternehmens Zugang zur Ware, gaben sich gegenüber einem Olivenölunternehmen aus Andria als beauftragte Spedition aus und organisierten die Abholung über E-Mail-Kommunikation mit falschen Angaben zu Fahrern und Fahrzeugen.
Am vereinbarten Tag erschienen die Täter im Werk in Andria, luden die Ware auf und verschwanden spurlos. Erst später erkannten die Firmeninhaber, dass sie Opfer eines filmreifen Betrugs geworden waren und erstatteten Anzeige bei der Polizei.
Die entwendete Lieferung wurde von den Dieben unterdessen weiterverkauft.
Drei Männer im Alter zwischen 47 und 55 Jahren, zwei Italiener und ein Rumäne, wurden festgenommen, Fahrzeuge sowie 426’000 Euro mutmasslich illegal erzielten Erlöses beschlagnahmt.
Die Operation führte zur Anklage der drei Männer wegen Betrugs , Hehlerei und Besitzes gefälschter Ausweispapiere.

